Herausforderung an die Spieleentwickler

April 7, 2010

Ich spielte gerade einmal wieder Call of Duty 2, da kam mir eine Idee. Während ich in Stalingrad 1943 als Sowjet ein paar Deutsche erschoss, ging mir meine ewige Frage durch den Kopf, warum man in so wenigen Ego-Shootern als Deutscher spielen kann. Es gibt wirklich kaum Kampagnen, in denen man als Deutscher spielen kann. Sicher kann man jeden Ego-Shooter daraufzu modden, aber letztendlich fühlt man sich doch diskriminiert. Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt. In Wolfenstein Enemy Territory ist es ja wenigstens noch möglich auf Seiten der Achsenmächte zu spielen. In Red Orchestra gibt es sogar eine deutsche Kampagne. Ich freue mich also, dass wenigstens ein paar Entwickler auf diese Idee kamen. Nun bleibt aber immernoch die Frage, warum deutsche Kampagnen so selten sind. Nun, das liegt vielelicht daran, dass im 2. Weltkrieg die Deutschen praktisch das „Böse in Person“ darstellten. Will man also das alte Klischee aufgreifen, das Gute würde über das Böse siegen? Ich glaube kaum. Hinzu kommt, dass Deutschland den Krieg verloren hat, genau wie Japan, gibt es darum also so wenig deutsche und japanische Kampagnen? Denken wir doch einmal an Spiele im Pazifikkrieg zurück. Auf Seiten der Japaner spielt man auch sehr selten. Meistens sind im 2. WK-Shooter nur russische, britische und amerikanische Seiten spielbar. Das sollte man mal ausweiten. Es gibt noch einen Grund, weshalb die deutschen Kampagnen so rar sind, nämlich, weil die deutsche Spielindustrie nicht mit der amerikanischen mithalten kann. Vielelicht liegt es ja daran. Wie ich einst schon mal an dieser Stelle sagte, vermisse ich ja auch ernstzunehmende Ego-Shooter, welche im ersten Weltkrieg spielen. Sicher, dann würde nicht jeder Treffer ins schwarze treffen und man würde ewig lang in Schützengräben spielen, aber warum nicht? Der 1. Weltkrieg ist gar nicht so öde, wie manche denken.
Wie sieht es denn eigentlich in modernen Kriegsshootern aus? Es gibt wirklich kaum Spiele, in denen man in die Rolle von Taliban schlüpft. Hier fehlt wirklich der Nachholebedarf! Ich bin ja eigentlich schon froh, dass es Projekte wie Kuma War gibt. Doch nun zu meiner Idee.
Wie wäre es, wenn man sich einen imaginären Krieg auf Technologie von vor 20 Jahren vorstellt und diesen virtuell bestreitet? Praktisch ein realempfundenes Online Ego-Shooter-Spiel. Nennen wir es Third World War. Sicher gibt es heute genügend Massenvernichtungswaffen, doch diese sollten wir mal außen vorlassen. Vielelicht sollte man sogar vom 2. Weltkrieg ausgehen. Sagen wir Anfang 1946. Der Krieg ist gerade vorrüber und das Wettrüsten hat noch nicht expandiert. Atombomben sind der Inbegriff der Angst. Und genau dieses Argument, die Atombombe wird zum Auslöser eines neuen Krieges. Eines Weltkrieges 2er Allianzen. Jeder Spieler kann sich eine Nation auswählen und eine Karriere. Diese kann nicht geändert werden, bis die erste Runde vorbei ist. Die Nation entscheidet dann, welcher Allianz sie angehört. Nun hat der Spieler die Wahl seiner Waffe. Er wird einer Delegation von Soldaten zugeordnet und untersteht einem Offizier, der praktisch ein Spielleiter darstellt. Dieser Spielleiter ist einem ranghöheren Spielleiter unterstellt und dieser wiederum anderen Spielleitern, so, dass 40 Spieler einem Spielleiter unterstellt sind und eine Kompanie bilden. Wiederum 20 davon sind dem anderen Spielleiter unterstellt. Nun gilt es Befehle entgegen zu nehmen und zu befolgen, ansonsten gibt es Punkteabzug. Wenn ein Spieler getötet wird, scheidet er aus dem Spiel aus, und kann in dieser Runde nicht mehr mitspielen. Denn er ist ja tot. Hingegen schwerverletzte Spieler können genesen, oder humoristisch gesehen mit nur noch einem Bein weiterkämpfen, sind dadurch jedoch gehandicapt. Ziel des Spiels ist es die gegnerische Partei zur Kapitulation zu bringen. Was man dafür brauch sind eigentlich nur 40000 bereitwillige Spieler, die sich zu je 20000 auf eine Seite stellen. Dann beginnt der Countdown. Gute Spieler haben natürlich auch Aufstiegschancen und haben die Möglichkeit in der 2. Runde als Ranghöherer mitzuspielen. Eine Beta sollte den Einblick in den Krieg geben. Natürlich werden jetzt einige sich fragen, warum man so etwas entickeln sollte, ich sage, weil es witzig und unterhaltsam ist. Daraufhin bekomme ich jetzt starke Kritik „Der Krieg ist nicht witzig“. Da habt ihr Recht, und wie heißt es noch gleich? „Im Krieg gibt es keinen Preis für den 2.platzierten“. Das kann man mit diesen Spiel wiederlegen. Natürlich gibt es da noch sehr viele Kleinigkeiten zu regeln, wie z.B.: Was passiert, wenn man sich ausloggt? Naja man kann sich nicht ausloggen, nur an Checkpoints, die zu erreichen sind, tut man sich vorher ausloggen, bleibt man zurück und muss dann aufholen. Alleine könnte das aber ziemlich gefährlich werden.
Wer weiß, ob so ein Spiel überhaupt möglich wäre, ich weiß nur, dass ich es alleine sicher nicht umsetzen könnte. Somit wird es bei dem grundgedanken bleiben.

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Eine Antwort to “Herausforderung an die Spieleentwickler”

  1. Twaldigas Says:

    Also erstmal finde ich das es ein sehr interessanter Artikel und über das Thema habe ich mir auch schon sehr oft Gedanken gemacht. Allerdings kann ich nicht um weg einiges zu kritisieren. Angefangen mit dem Zitat:
    „…deutsche Spielindustrie nicht mit der amerikanischen mithalten kann.“
    Das kann man NICHT mit einander vergleichen. In Deutschland gibt es nicht so viele Entwickler weil diese in DE nicht so gut unterstützt werden. Das heisst aber nicht das die deutschen Spiele schlecht sind. Die Anno-Serie, Drakensang, Crysis, dass sind alles deutsche Spiele. Außerdem stimmt es nicht das die Amerikaner die Macht über die Spiele haben. Ubisoft zum Beispiel kommt aus Frankreich und macht jede Menge Spiele. Auch in Skandinavien gibt es eine menge Entwickler. Aber das nur dazu.

    Was das eigentliche Thema angeht, muss ich sagen das du recht hast aber das ich die Entwickler verstehen kann. Wir deutsche haben in der Welt keinen so guten ruf. Er ist zwar dabei sich zu bessern aber das Thema mit dem zweiten Weltkrieg werden wir uns in hundert Jahren noch anhören dürfen. Ich glaube auch nicht das der Spieler Spaß dran hat ganz Europa zu erobern und dann wieder Stück für Stück alles zu verlieren. Was mir auch nicht gefällt, egal ob Film oder Spiel, das die deutschen meistens als doof dargestellt werden und das waren sie ganz gewiss nicht, denn sonst wären sie nicht so weit gekommen. Ich finde aber das es ein sehr heikles Thema ist, es jede Mänge unterschiedlicher Meinungen gibt und da will ich mich jetzt nicht in irgendeiner Form zu äußern.

    Trotzdem: Sehr guter Artikel!


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