Treu bis in den Tod

März 29, 2010

Ihr werdet euch jetzt sicherlich fragen, warum ich diese Naziparole da oben hingekleistert habe? Nun weil ich mich dem Kampf der Wortschändung gewidmet habe. Ich habe letzte Nacht einen Bericht über Neonazis in Russland gesehen. Dort ist ein Hitlergruß legitim, da es anderen Ursprungs hat und von dem Herzen zur Sonne bedeutet. Doch das ist nicht der Punkt, der Punkt ist, dass ich nicht verstehen kann, dass gewisse Wörter in Verbindung miteinander nicht ausgesprochen werden dürfen. Damit meine ich zum Beispiel die Naziparolen wie „Kraft durch Freude“, „Arbeit macht frei“, „Jedem das Seine“, „Treu bis in den Tod“. Ich kann durchaus verstehen, dass „Sieg Heil“ offensichtlich an die Nazis erinnert, und gehe auch soweit mit, es als unangebracht anzusehen, diese Worte zu sprechen. Doch warum verbietet mir mein Land sozusagen das Wort? Das kann und will ich nicht verstehen! Die deutsche Sprache ist für mich etwas überaus wichtiges, und ich kann mich wohl provokativ als Sprachnationalist ansehen, da fremde Sprachen nicht wirklich so mein Ding sind, und ich auf die deutsche Sprache bestehe!
Doch nicht nur dieser Bericht hat mich auf diesen Artikel gebracht, soeben habe ich aus Langerweile eher mal meinen Namen bei Youtube in das Suchfeld eingegeben und das erste Video war ein Lied mit rechtsradikalem Hintergrund. Da die Qualität zu wünschen übrig ließ, habe ich nach einer besseren Version gesucht und dort stach mir folgender Vers ins Auge: „Nationalist wird man nicht aus Hass auf andere Völker, sondern aus Liebe zum eigenem Volk“ Natürlich klingt dieser Satz leicht rechts, aber warum? Es ist ein einfacher Satz. Weder Ausländerfeindlich, noch sonst irgendetwas. Und schon sind wir wieder bei dem Thema! Das wird eindeutig überbewertet.
Bedenkt bitte, dass die vermeintlichen Verbrechen der Nationalsozialisten dennoch ein unglaubliches Ausmaß erreichten. Kein einzelnes dieser vermeintlichen Verbrechen kann ich gutheißen. Auch finde ich die Ziele und den Weg diese zu erreichen der Nazis nicht als die meinen an. Aber eines werde ich nicht tun, mir von irgendjemanden den mund verbieten lassen, nicht solange es den Artikel 5 im Grundgesetz geben wird!

gezeichnet: Der Hüter der deutschen Sprache

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2 Antworten to “Treu bis in den Tod”

  1. Sturm Says:

    Hallo, in deinen 4 Wänden kannst du sagen was du willst.
    Doch ist es seit 1945 wohl nicht mehr Salonfähig mit der Parole „Sieg Heil“ durch unsere Straßen zu ziehen.
    Eine überwältigende Mehrheit der deutschen Bürger haben nach dem 2. Weltkrieg sehr schnell begriffen das die großen Worte dieses Führers nur Schall und Rauch waren.

    Natürlich gibt es auch noch ein paar Unverbesserliche die es einfach nicht Begreifen wollen das diese großen Worte in der heutigen Zeit keine besondere Aussagekraft mehr besitzen.

    Wenn du wirklich der Hüter der deutschen Sprache bist, dann solltest du auf das „Sieg Heil“ verzichten denn es hat seine Bedeutung schon lange verloren.


    • Ich sagte doch bereits, dass genau diese Parole die einzige für mich ist, die eindeutig auf die Nazis und damit auf ihre vermeintlichen Verbrechen erinnern lässt. Soweit gehe ich mit. Aber andere Sachen, die wir in unserer täglichen Sprache benutzen als rechts zu deuten ist einfach nicht richtig. Ich deute es ja auch nicht als linksextremistisch, wenn ich sage „Ich war…“ oder „ich bin…“ oder gar „ich werde sein…“? Das ist totaler Quatsch, dass Worte politisch sind, nur die Menschen die sie aussprechen sind politisch.


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