Spiegelwelt: Wie das ganze zum Weltkrieg wird – 15 Jahre später

Januar 19, 2010

Vor einiger Zeit, sollten wir ein Selbstportrait von uns in 15 Jahren schreiben. Da ich schon immer schriftlich begabt war, und mir das irgendwie sogar gefiel, schrieb ich und schrieb, und fand dann dann großen Schwachsinn vor. Jedoch wurde der Text bestmöglichst bewertet. Doch eines lernte ich daraus: Zuviel auf einmal verdirbt alles, wollte aber nicht zu viel schreiben, hinzu kam, dass ich der Science-Fiction eigentlich nicht viel abkann, außer meiner Lieblingssci-fiserie Stargate 😀

Es ist wieder einer dieser Morgen, an dem man absolut keine Lust hat aufzustehen. Der morgendliche Kaffee steht schon bereit, auch Frühstück hat der Computer zubereitet. Mit einem einfachen in die Hände klatschen, geht die Tür zur Küche auf. Ich trete ein. Sofort, nachdem ich mich an den Tisch gesetzt habe, fragt mich der Computer, ob ich meine Eier gekocht oder gebraten haben möchte. Ich antworte laut und deutlich „gekocht“. Doch bevor ich die Anzahl der Eier aussprechen kann, muss ich gähnen. Der Computer versteht den Befehl nicht und antwortet „System Error – please repeat your command or quit this room“. Mit einem leichten Seufzer stehe ich auf und gehe zum Waschbecken. Dort genehmige ich mir eine Hand voll Wasser für mein Gesicht. Ich sehe in den Spiegel. Leicht zerzaustes Haar und Falten sind nur das kleinere Übel, da ich langsam einen grauen Ansatz in meinen Haaren erkenne. Sofort nehme ich das neue Farbspray „Color for Hair“ der Firma Garnier zur Hand und überdecke den Ansatz leicht schwarz. Da mein Frühstück wohl immer noch wartet, um gegessen zu werden, nehme ich nur eben eine Scheibe Astronautentoast und schiebe sie für drei Sekunden in den Ionenbackofen. Wahrscheinlich hat der auch schon wieder eine Fehlfunktion, denn die Scheibe Toast ist nicht einfach nur verkohlt. Vor mir in der Backröhre sehe ich nur noch ein kleines Häufchen Asche, welches leicht radioaktive Strahlung abgibt, was ich aus dem grünen Schimmer schließe. Da ich nun um mein Frühstück gebracht wurde, gehe ich lieber wieder ins Schlafzimmer. Dort hat der Computer schon meine Sachen für Montag bereitgestellt. Das Bett ist auch schon gemacht. Nachdem ich mich angezogen habe riskiere ich, wie immer, einen Blick aus dem Fenster. Nichts hat sich verändert. Die Atmosphäre ist total zerstört. Nicht einmal mit Schutzanzügen könnte man da draußen auch nur für 10 Sekunden überleben. Höchstens diese neuartigen Polonium-Carbon-Spezialanzüge des Security Service könnten die Bewegungsfreiheit da draußen gewähren. Doch diese sind viel zu teuer, um sie in Massen anfertigen zu lassen. Die Regierung hat eindeutig versagt. Warum musste es auch dazu kommen? Jetzt sieht man, was am Ende dabei rauskommt. Ich frag mich aber noch immer, ob man irgendwo da draußen noch den Krieg zu Ende kämpft? Die Regierung und ihr Security Service hat ja schon vor 4 Jahren den Kontakt zu den Soldaten auf Antarktika verloren. Dies war die letzte Schlacht, nachdem die Russisch-Chinesische Föderation ihre neue thermo-nukleare Bombe „Big Bang“ auf „das freie Europa“ ließ. Hätten die damaligen Amerikaner, die heutige HAART-Union, nicht angefangen die Islamisten in ihren FEMA-camps zu sammeln und zu exekutieren, hätten die damaligen Iraner auch nicht ihre Raketen losgeschickt. Das war schon damals ein Weltkrieg, und wir waren zwischen den Fronten. Auch die Medien konnten uns damals nichts vormachen. „Angriff aus dem Cyberspace“, wer das geglaubt hat, musste entweder Präsident Orwell oder Minister Reinhardt heißen. Was ist nur aus dieser Welt geworden? Nachdem 2010 die Ölresourcen rapide verbraucht wurden, und 2013 schon gar kein Öl mehr auf der Erde zu finden war, war es doch klar, dass die Araber dafür verantwortlich gemacht wurden. Die Amerikaner hatten auch nichts besseres zu tun, als eine atomare Basis auf Terra Australia zu errichten und damit ganz Asien im Visier zu behalten. Doch das haben die „vereinten asiatischen Nationen“ sich nicht bieten lassen. Sie schickten wohl fast alle ihre zur Verfügung stehenden mit nuklearen Sprengköpfen versehenen Raketen zur Basis. Ganz Australia wurde vom Mehr verschlungen. Die Schockwelle umrundete 17 mal den Globus. Es war furchtbar. Überall auf der Welt begann die Erde zu beben. Natürlich waren die Asiaten durch diesen Erstschlag geschwächt. Nun konnte ein gezielter Präventivschlag, seitens der damaligen USA ganz Südostasien unbewohnbar machen. Der Krieg begann. Europa diente am Anfang noch als neutrale Fraktion, doch spätestens nach 2017, als die damals gegründete HAART-Union Großbritannien als aliierte Nation mit in den Krieg zog, regte es sich in ganz Europa. Wir Deutschen führten natürlich weiter unsere diplomatischen Beziehungen zu den anderen Nationen, doch dass auch wir eines Tages an der Front im Pazifik Stellung beziehen müssten, war uns allen klar. Die HAART-Union wollte neue Gebiete erschließen, also versuchten sie in Afrika neue Verbündete gegen das Großreich China zu finden. Doch mit dem, was dann geschah, hatte keiner gerechnet. Die Russen waren erwacht. Über 10 Jahre lang, haben sich die Russen keinen Zentimeter bewegt, und nun mischten sie sich in den Krieg ein. Ihre Forscher hatten eine unmenschliche biologische Waffe entwickelt. Damit rotteten sie regelrecht alles Leben auf dem Kontinent Afrika aus. Die Lage war fatal. Der Zillingskontinent Amerika gegen das Großreich China und die Föderation Russland. Der Pazifik galt nur als Westfront, denn schon am 12 August 2019 sollten alle zur Verfügung stehenden Soldaten in Europa zum Kampf gegen den Neo-Terrorismus antreten. So musste auch ich in den Kampf. Doch ich wurde damals schwer verwundet und so musste ich am 2. Februar 2020 heimkehren. Als ich wieder in Berliner Airport ankam, erbot sich mir ein Blick des Grauens. Überall qualmte es und alles war in Schutt und Asche zerlegt. Ruinen, wo man nur hinblickte. So musste es in ganz Mitteleuropa aussehen. Die HAART-Union wusste natürlich darum und beklagte natürlich dieselben Verluste auf ihrem Kontinent. Also kam man auf die Idee, das einzige noch auf der Erde vorkommende Gebiet, welches nicht angegriffen wurde, zu erschließen. Antarktika, „der Kontinent der Freiheit“, wie wir ihn nannten geriet ins Ziel der Amerikanischen Vereinigung. Die nun bereits gegründete Russisch-Chinesische Föderation bekam das natürlich mit und wollte der HAART-Union zuvor kommen. Die Schlacht auf dem 20. Längengrad sollte als die Entscheidungsschlacht in die Geschichtsbücher eingehen. Das war das letzte, was die Medien berichteten. Danach verloren wir jeglichen Kontakt zur HAART-Union und zu unseren Truppen. Europa war schutzlos. Da war es doch nur selbstverständlich für die Russen uns ein Messer in den Bauch zu stecken. Unsere Heimlandgeschütze konnten die Raketen nicht abfangen. Dank eines Russischen Satelliten kam dann auch wirklich der Angriff „aus dem Cyberspace“ und so wurde ganz Europa, wie auch der Rest der Welt zur Giftlandschaft. Nur wenige Haben es damals überlebt, und die Regierung rief den absoluten Notstand aus. Nun sind wir hier nur noch durch ein unterirdisches Tunnelsystem mit der Stadt verbunden. Doch die Geschichte, schreibe ich ja nun auch schon zum 204. mal. Es wird langsam Zeit für mich zu Arbeiten. Immerhin wollen wir eine Kommunikationseinrichtung bauen, mit der wir die Hoffnung haben, irgendwo da draußen im All freundlich gesinnte Wesen zu erreichen, die uns in unserer Not helfen. Unsere Bemühungen ein Raumschiff zu bauen, dass uns auf den Mars umsiedeln könnte, also Operation: Invasion, Reborn on the mars, schlug fehl. Nun hoffen wir Überlebenden auf Rettung aus dem All. Außer meinen Aufzeichnungen besitze ich nichts mehr. Jeder Tag ist monoton. Mir scheint es fast, als ob jeder Tag der selbe wäre.

Mir persönlich gefällt der Mist nicht, aber vielelicht amüsiert es ja den ein oder anderen, was ich so in der Vergangenheit zusammengebrabbelt habe.

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Eine Antwort to “Spiegelwelt: Wie das ganze zum Weltkrieg wird – 15 Jahre später”

  1. Kristy Says:

    Ich find’s gruselig, dass du China anscheinend – wenn vielleicht auch nur unterbewusst – als eine der größten Gefahren der Welt einstufst.
    Langsam wird es ziemlich unheimnlich.


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