Das passt gar nicht in die heutige Zeit!

Januar 18, 2010

In Folge meiner Kurswahl kam es, dass ich mich für ein Fach entschied, für welches ich es im Nachhinein mein Leben lang bereuen sollte. Es hieß Ethik. Und Ethik, tja was ist Ethik? Moral und so, der ganze Scheiß eben. Uns sollen Werte und Normen in der Erziehung beigebracht werden. Aber hey, sowas passiert automatisch, dazu bedarf es keines Kurses. Jedenfalls finde ich dieses Fach ziemlich langweilig und total unnötig. Doch die heutige Aufgabe sollte alles bisher dagewesene übertreffen. Es ging um eine Frau namens Hannah Arendt. Sie lässt sich schnell googlen und scheint auch irgendwas gemacht zu haben. Jedenfalls ist der Wikipedia Artikel ziemlich lang, ich persönlich habe noch nie von ihr gehört gehabt. Nun denn. Es ging um Arbeit. Wir sollten einen Text von ihr analysieren. Dies fiel mir ungemein schwer, da ich kein Wort von dem verstand, was ich schrieb. Es ging um den Kreislauf der Arbeit und die dazu benötigten Konsumgüter. Damit, dachte ich, wären Nahrungsmittel gemeint, die uns Kraft und Energie geben Neue herzustellen. Ich glaube der ganze Kurs hat das falsch interpretiert, jedenfalls meinte die Ethiklehrerin es ginge um Autos und Schränke. Ok, spätestens da habe ich mir gedacht, soll sie nur labern, ich schlafe jetzt. Also falls ihr mal nicht schlafen könnt, lest Hannah Arendt! Hier ein Auszug aus der deutschen Wikipedia zur Arbeit:

Die Arbeit dient dem Fortbestand des Einzelnen und der Gattung. Daher gehört Arbeit notwendig zum menschlichen Leben, aber auch zu dem jedes anderen Lebewesens. Arbeit ist, so sieht es Arendt, nicht mit Freiheit verbunden, sondern stellt einen Zwang zur Erhaltung des Lebens dar, dem der Mensch von der Geburt bis zum Tod ständig unterliegt.

Auf der Grundlage der Arbeit beginnt das Individuum über die Endlichkeit seines Daseins nachzudenken. Um dieser Gewissheit zu entfliehen, baut der Mensch neben der natürlichen eine eigene künstliche Welt auf, für die er Dinge aus unterschiedlichen Materialien herstellt. Arendt geht davon aus, dass diese Welt beständig ist, und das Individuum eine Beziehung zu den hergestellten Dingen und Phänomenen aufbauen kann. Ein Beispiel dafür ist das Gefühl des „nach Hause Kommens.“ In einer sich ständig ändernden Welt kann der Mensch sich nicht zu Hause fühlen.

Die von Arendt eingeführte Unterscheidung zwischen „Arbeiten“ und „Herstellen“ bezieht sie auch auf die Produktion. Als Produkte der Arbeit bezeichnet sie Konsumgüter, die „verbraucht“ werden, während Produkte des Herstellens oder des Werkens „gebraucht“ werden.

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3 Antworten to “Das passt gar nicht in die heutige Zeit!”

  1. rioscorpio Says:

    Ja! Ich denk auch, dass dir der ein oder andere Deutsch-Aufbaukurs mehr für’s Leben bringen würde, als deine Zeit mit unwichtiger Ethik zu verschwenden. Absolut korrekt! …Sorry!


  2. Wie gesagt, einmal einen Fehler begangen, bleibt der ein Leben lang…..


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